Semesterprogramm Aktuell

Wintersemester 2021/2022

Ergebnisse

Hier finden Sie ab voraussichtlich Donnerstag Vormittag die Ergebnisse der Seminarwahl für alle drei Fachgebiete der Fachgruppe A

Bachelor

Basiskurs Architekturgeschichte


Prof. Dr. phil. Franziska Lang, Prof. Dr. Anna-Maria Meister, Dr. phil. Meinrad v. Engelberg, Dr. Frederike Lausch, Dr.-Ing. Helge Svenshon, Dr.-Ing. Clemens Brünenberg
Bachelorvorlesung
Erstes Treffen: 19. Okt. 2021
Dienstags, 9.00 – 11.00
5 CP
online


Das einsemestrige Modul zur Einführung in die (als westlich-europäisch kanonisierte) Architekturgeschichte gibt anhand ausgewählter Beispielbauten einen ersten Einblick in die Stil- und Epochengeschichte sowie unterschiedliche Bautypen und Bauaufgaben von der Antike bis in die Gegenwart. Im Zentrum steht die eigenständige Erarbeitung eines Kurzreferats, in dem das vorgestellte Bauwerk beschrieben und mithilfe von Vergleichsbauten in den Kontext der europäischen Architekturgeschichte eingeordnet wird. Neben einem Grundwortschatz architekturhistorischer Termini sowie deren Anwendung werden dabei die Recherche von themenspezifischer Literatur und der wissenschaftliche Umgang mit Informationen eingeübt. In einer Prüfung am Semesterende werden die im Kurs erarbeiteten Kenntnisse überprüft.

Introduction to the History of Architecture

The course provides a short overview of the canonized Western-European architectural history by style and period from antiquity to the present, using different building types and tasks as exemplars. The course is focused on individual presentations of given buildings developed by the students describing and placing it in the context of the presented European architecture history. Aside from learning basic technical terms and their application, the use of and work with specialist literature as well as the implementation of expert knowledge will be trained. The course ends with an examination in which the knowledge acquired during the semester will be tested.

Seminar: Gegenwartskunst und Sammlungspolitik am Beispiel des Städel Museums

Dr. Lisa Beißwanger
Bachelorseminar
Erstes Treffen: 18. Okt. 2021, 15:00 – 16:30
Montags, 15.00 – 18.00
2+1 CP
online




Welche Strömungen gibt es in der Gegenwartskunst? Wie wird Gegenwartskunst gesammelt und ausgestellt? Was wird gezeigt und was nicht? Und wann beginnt überhaupt die Gegenwart? Diesen Fragen gehen wir im Seminar am Beispiel der Sammlung des Frankfurter Städel Museums nach.Historisch geht das Städel auf eine bürgerliche Stiftung des 19. Jahrhunderts zurück. Eine dezidierte Sammlung für Gegenwartskunst wird aber erst seit einigen Jahrzenten aufgebaut. Die Sammlung fand 2012 in den sogenannten Gartenhallen des Erweiterungsbaus von schneider+schumacher ihren Platz. 2020 wurde die Sammlungspräsentation erstmals neu gehängt. Neuerwerbungen und Schenkungen wurden integriert, andere Werke wanderten ins Depot.Im Seminar verschaffen wir uns Einblicke in die Gegenwartskunst und befassen uns mit Fragen musealer Sammlungs- und Ausstellungspolitik. Voraussichtlich finden zwei Seminarblöcke vor Ort im Museum statt. Teilnehmende am Seminar sollten deshalb die Möglichkeit haben, nach Frankfurt zu kommen. Die Lektüre englischer Texte wird vorausgesetzt.

Contemporary Art and Collection Policy in the Städel Museum

What are the existing currents in contemporary art? How is contemporary art collected and exhibited? What is shown and what is not? And when does the contemporary actually begin? In this seminar, we will explore these questions using the collection of the Städel Museum in Frankfurt as an example.Historically, the Städel goes back to a private foundation of the 19th century. However, a dedicated collection for contemporary art has only been built up over the past few decades. In 2012, the collection found its place in the so-called garden halls of an extension building by schneider+schumacher. In 2020, the collection presentation was rearranged for the first time. New acquisitions and donations were integrated, other works went into storage.In the seminar, we will gain insights into contemporary art and address questions of the museum's collection and exhibition policy. It is anticipated that two seminar blocks will take place on site at the museum. Participants in the seminar should therefore be able to travel to Frankfurt. Furthermore, students are expected to be able to read English texts.

Pieter Janssens, Interieur mit Maler, lesender Dame und kehrender Magd, ca. 1665–1670, Städel Museum, Frankfurt am Main.

Seminar: Raum in der niederländischen und deutschen Malerei der Frühen Neuzeit

Dr. Almut Pollmer-Schmidt
Bachelorseminar
Erstes Treffen: 18. Okt. 2021
Montags, 14.30 – 16.00
2+1 CP
online






Der Raum klärt die Verhältnisse: Die Frage nach der Herstellung und der Bedeutung räumlicher Darstellungen in der Malerei des 16. und 17. Jahrhunderts steht im Zentrum der Lehrveranstaltung. Wie wurden perspektivische Mittel eingesetzt, um einen Erzählraum zu schaffen? Ausgehend von Beispielen aus den Landesmuseen Darmstadt und Mainz und dem Städel Museum in Frankfurt wird die Funktion des Bildraums für Stillleben, Landschaft, Porträt, Stadtansicht oder Kircheninterieur untersucht. Sofern unter den Pandemiebedingungen möglich, werden wir auch einen Block in der Städel-Sonderausstellung „Nennt mich Rembrandt! Durchbruch in Amsterdam“ abhalten. Neben der kunst- und kulturhistorischen Einordnung ist dabei vor allem die eigenständige Auseinandersetzung mit den Originalen gefragt.

Space in Early Modern Dutch and German Painting

The space clarifies the relations: The course focusses on both the production and the meaning of spatial representations in 16th and 17th century painting. How were perspectival means used to create a narrative space? Based on examples from the Landesmuseum Darmstadt and Mainz as well as the Städel Museum in Frankfurt, the function of pictorial space for still life, landscape, portrait, cityscape or church interior will be analyzed. If possible under the conditions of the pandemic, we will also hold a block in the major Städel exhibition “Rembrandt in Amsterdam. Creativity and Competition”. In addition to the teaching of the art- and cultural-historical context, students are invited to independently examine the originals.

Washington Crossing the Delaware, 1851, Emanuel Leutze, Metropolitan Museum of Art, New York.

Seminar: History of American Art

Dr. Allison Stagg
Bachelorseminar
First Meeting: 18. Okt. 2021
Mondays, 15.00 – 16.30
2+1 CP
Englisch
online




Dieser Kurs führt die Studierenden in die wichtigsten Themen der amerikanischen Kunstgeschichte ein, von der Kolonialzeit bis zum Ende des neunzehnten Jahrhunderts. Zu den behandelten Epochen gehören koloniale und revolutionäre amerikanische Porträts, Darstellungen von Frauen und amerikanischen Ureinwohnern, Landschaftsmalerei und Fotografie. Auch der transatlantische Austausch im neunzehnten Jahrhundert wird betrachtet, wobei der Schwerpunkt auf dem deutschen Einfluss auf amerikanische Künstler liegt.Gastredner aus amerikanischen Kunstmuseen werden an einigen der Unterrichtssitzungen über Zoom teilnehmen und wichtige Objekte aus ihren Sammlungen präsentieren, die für die Diskussion in der Klasse relevant sind.

History of American Art

This course will introduce students to the key themes in American art history, from the colonial period to the end of the nineteenth century. Among the periods that will be discussed include colonial and revolutionary American portraiture, depictions of women and Native Americans, Landscape paintings, and photography. As well, transatlantic exchange in the nineteenth century will be considered, with a focus on German influence on American artists.Guest speakers from American art museums will join some of the class sessions over Zoom and will present important objects relevant to the class discussion from their collections.

Links: Conchita Wurst (ESC 2014), Wikimedia https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/68/ESC2014_-_Austria_17_%28crop%29.jpg, Foto Albin Olsson, CC BY-SA 3.0 Mitte: Rüstung des Herzogs Francesco Gonzaga, 1495, Schloss Ambras, Tirol, Foto MvE Rechts: Porträtstatue des Chrysipp, Abgußsammlung LMU München, Foto MvE

Seminar: Manns-Bilder – (De-)Konstruktionen von Männlichkeit in Kunst und Kultur

PD Dr. phil. Meinrad v. Engelberg, Prof. Dr. phil. Alexandra Karentzos
Bachelorseminar
Erstes Treffen: 18. Okt. 2021
Montags 14.25 – 16.05
2+1 CP
online








„Männer haben's schwer, nehmen's leicht
Außen hart und innen ganz weich
Werd'n als Kind schon auf Mann geeicht
Wann ist ein Mann ein Mann?“
So dichtete Herbert Grönemeyer schon 1984. Die Frage ist immer noch aktuell. Heute weiß man noch besser als vor 40 Jahren, dass Geschlechterrollen soziale Konstruktionen sind. Menschen passen sich jenen Bildern und Vorstellungen an, die ihre jeweilige Gesellschaft als erstrebenswert definiert. Doch es gibt auch erstaunlich hartnäckige Stereotypen: Der Kämpfer, der Verführer, der Sportler, der Greis, der Herrscher, das Genie. Was passiert, wenn Männer diesen Bildern nicht entsprechen, wenn sie krank, verkrüppelt, irgendwie anders sind? In einem gemeinsamen Seminar der Fachgebiete Mode und Ästhetik (FB03) und Kunstgeschichte (FB15) soll diesen Fragen mit dem Vergleich von Beispielen aus Vergangenheit und Gegenwart nachgespürt werden.

„this is a man's world!“ – Constructions of Masculinity in Art and Culture

„Men have it hard, take it easyHard on the outside and soft on the insideAs a child, they were already calibrated to manWhen is a man a man?“So wrote the german singer-songwriter Herbert Grönemeyer in 1984, and the question is still relevant. Today we know even better than 40 years ago that gender roles are social constructions. People adapt to the images and ideas that their respective societies define as desirable. But there are also astonishingly persistent stereotypes: The fighter, the seducer, the athlete, the old man, the ruler, the genius. What happens when men do not conform to these images, when they are sick, crippled, somehow different? In a joint seminar of the departments of Fashion and Aesthetics (FB03) and Art History (FB15), these questions will be explored by comparing examples from past and present.

Master

CCSA-Seminar: Architektur, Archiv, Aktivismus

Dr. Frederike Lausch
Master-Blockseminar
Erstes Treffen: 18. Okt. 2021, 14.00 – 15.00
Blockseminar (Englisch und Deutsch)
3 CP
Präsenz



In dem Seminar werden Archive und Archivarbeit als potentielle Formen von Aktivismus in den Bereichen Architekturproduktion und Architekturdiskurs reflektiert. Was ist ein Archiv oder was kann es sein? Können wir die Stadt als ein Archiv betrachten? Da jedes Archiv eine bestimmte und kuratierte Perspektive repräsentiert, beschäftigten wir uns nicht nur mit der Frage, wie, warum und durch wen Archive konstruiert werden, wir möchten auch Wege erkunden, um bestehende Archive kritisch zu befragen und vielleicht sogar zu dekonstruieren. Können de-koloniale, feministische, soziale und anti-rassistische Ansätze in der Arbeit mit Archiven als Formen des Aktivismus betrachtet werden? Das Programm umfasst einen Archivbesuch im Deutschen Architekturmuseum (DAM) und Stadtrundgänge in Frankfurt und Darmstadt. Die Blöcke sind in Präsenz am 01., 02., 04.11., 06., 07., 09.12.2021, 24., 25. und 27.01.2022, je 14 bis 18 Uhr außer am 02.11.2021 von 12 bis 16 Uhr. Das Seminar ist Teil des Center for Critical Studies in Architecture und findet zusammen mit dem Kunstgeschichtlichen Institut der Goethe-Universität Frankfurt (Dr. Borree und Dr. Ortiz dos Santos) und dem DAM statt.

Architecture, Archives and Activism (CCSA-Seminar)

This seminar proposes to think of archives and archival work as potential forms of activism in the realm of architecture production and architecture discourse. What is an archive or what can it be? Can we look at the city as an archive? Bringing into view that every archive represents a particular and curated perspective, the seminar not only addresses how, why and through whom archives are being constructed, it also wants to explore ways to critically interrogate and maybe even deconstruct existing archives and ask whether decolonial, feminist, social and anti-racist approaches to working with and through archives can be considered forms of activism. The programme includes an archive visit to the German Museum of Architecture (DAM) and city walks in Frankfurt and Darmstadt. The blocks are with on-site attendance on Nov 1, 2, 4, Dec 6, 7, 9, 2021, and Jan 24, 25, 27, 2022, each from 2 to 6 pm except on Nov 2, 2021 from 12 to 4 pm. The seminar is part of the Center for Critical Studies in Architecture and takes place together with the Art History Institute of the Goethe University Frankfurt (Dr. Borree and Dr. Ortiz dos Santos) and the DAM.

Schloss Vaux-le-Vicomte, Maincy

Seminar: Die Kunst muss der Natur folgen – barocke Landschaftsarchitektur

Dr. Karin Seeber
Masterseminar
Erstes Treffen: 19. Okt 2021
Dienstags, 9.00 – 11.00
3 CP
online




Seit der Entstehung des englischen Landschaftsgartens wird der Barockgartenstil als Inbegriff der Unnatürlichkeit gewertet. Wir wollen im Seminar diese Sicht auf den barocken Garten kritisch hinterfragen und uns anhand bedeutender Kunstwerke mit den Intentionen barocker Landschaftsarchitektur auseinandersetzen. Dabei wird es vor allem auch um das Gesamtkunstwerk von Haus und Garten gehen. Vaux-le-Vicomte ist unser erstes Beispiel, bei dem wir auch die Eingriffe in Landschaft und Naturkreisläufe berücksichtigen. Mit Versailles betrachten wir den französischen Barockgarten par excellence und ziehen Verbindungen zum ökologischen Weltbild der Zeit. Außerhalb Frankreichs interessieren uns Schwetzingen (Exkursion) und englische Landsitze wie Chatsworth und Blenheim, die ursprünglich auch Barockgärten besaßen. Der Barockgarten hilft uns, Konzepte von „natürlichem Bauen“ im Wandel der Zeit zu verstehen.

Die Kunst muss der Natur folgen – barocke Landschaftsarchitektur

Since the development of the English landscape garden, the Baroque garden style has been regarded as the epitome of unnaturalness. In the seminar, we want to critically question this view of the Baroque garden and examine the intentions of Baroque landscape architecture on the basis of important works of art. The main focus will be on the “gesamtkunstwerk” of house and garden. Vaux-le-Vicomte is our first example, where we will also consider the interventions in the landscape and natural cycles. With Versailles, we look at the French baroque garden par excellence and draw connections to the ecological concept of the time. Outside France, we are interested in Schwetzingen (excursion) and English country estates such as Chatsworth and Blenheim, which originally also had Baroque gardens. The baroque garden helps us to understand concepts of “natural building” over time.