Semesterprogramm Aktuell

Wintersemester 2026/27

Bachelor

Charles Robert Cockerell, „Comparative Heights of Some of the Principal Buildings of the World“, 1842, Lithographie, 29,5 x 53cm, Victoria & Albert Museum, © Victoria & Albert Museum, https://collections.vam.ac.uk/item/O1004072/comparative-heights-of-some-of-print-cockerell-charles-robert/
Charles Robert Cockerell, „Comparative Heights of Some of the Principal Buildings of the World“, 1842, Lithographie, 29,5 x 53cm, Victoria & Albert Museum, © Victoria & Albert Museum, https://collections.vam.ac.uk/item/O1004072/comparative-heights-of-some-of-print-cockerell-charles-robert/

Basiskurs Architekturgeschichte

Prof.‘in Dr. Christiane Salge
Dr. des. Elena Skarke

Bachelorseminar

Immer dienstagsvormittags

Raum: L3|01 R437
Sprache: Deutsch




Das einsemestrige Modul zur Einführung in die (als westlich-europäisch kanonisierte) Architekturgeschichte gibt anhand ausgewählter Beispielbauten einen ersten Einblick in die Stil- und Epochengeschichte sowie unterschiedliche Bautypen und Bauaufgaben von der Antike bis in die Gegenwart. Im Zentrum steht die eigenständige Erarbeitung eines Kurzreferats, in dem das vorgestellte Bauwerk beschrieben und mithilfe von Vergleichsbauten in den Kontext der europäischen Architekturgeschichte eingeordnet wird. Neben einem Grundwortschatz architekturhistorischer Termini sowie deren Anwendung werden dabei die Recherche von themenspezifischer Literatur und der wissenschaftliche Umgang mit Informationen eingeübt. In einer Prüfung am Semesterende werden die im Kurs erarbeiteten Kenntnisse überprüft.

The course provides a short overview of the canonized Western-European architectural history by style and period from antiquity to the present, using different building types and constructions as exemplars. The course consists of individual presentations and fact sheets of selected buildings developed by the students, who ought to describe a monument and place it in the wider context of European architectural history. Aside from learning basic technical terms and their application, the use of and work with specialist literature as well as the implementation of expert knowledge will be trained. The course ends with an oral examination in which the knowledge acquired during the semester will be reviewed.

Darmstadt, Hessisches Landesmuseum, Foto vor 1944, © Glasdiasammlung Fachgebiet AUK.
Darmstadt, Hessisches Landesmuseum, Foto vor 1944, © Glasdiasammlung Fachgebiet AUK.

Museumsarchitektur
Räume für Kultur, Öffentlichkeit und Identität

Prof.‘in Dr. Christiane Salge

Bachelorseminar
mit Exkursionen als Blocktermine

Immer montags von 15:00 bis 16:30 Uhr

Raum: L3|01 R437
Sprache: Deutsch





Mit der Französischen Revolution löste sich der Museumsbau endgültig aus dem Komplex des Schlosses und wurde zu einer selbständigen Gebäudegattung. Im Seminar werden wir uns einerseits anhand der Lektüre sowie der Auseinandersetzung mit einzelnen Museumsbauten mit der Entwicklung der Museumsarchitektur vom „Kunsttempel“ des 19. Jahrhunderts zum funktionalen modernen Bau im 20. Jahrhundert bis zu den neuesten, sehr individuellen und spektakulären Museen der letzten Jahrzehnte auseinandersetzen. Andererseits wird aber auch auf die Präsentation der Kunst bzw. der Ausstellungsobjekte (White Cube oder Inszenierung) sowie die sehr unterschiedlichen Museumskonzepte einzugehen sein. Hierbei interessieren uns auch die räumlichen und inhaltlichen Ordnungsstrukturen im Museum, Fragen der Kontextualisierung der Ausstellungsobjekte (Provenienz, gesellschaftliche Debatten) sowie die Beziehung von Innen und Außen im Museum bis zu der Frage, welche Rolle Museen für die Identität oder den Strukturwandel einer Stadt spielen (Bilbao-Effekt).Neben den Veranstaltungen im Seminarraum sind Exkursionen zu Darmstädter und Frankfurter Museen als Blockveranstaltung geplant, den Termin hierfür legen wir im Seminar gemeinsam fest.

With the French Revolution, the museum building finally broke away from the palace complex and became a distinct architectural type. In this seminar, we will examine the development of museum architecture – from the ‘temple of art’ of the 19th century to the functional modern buildings of the 20th century, right through to the latest, highly distinctive and spectacular museums of recent decades – by analysing readings and studying individual museum buildings. On the other hand, we will also address the presentation of art and exhibition objects (the ‘white cube’ or curatorial staging), as well as the wide variety of museum concepts. In this context, we are also interested in the spatial and thematic organisational structures within the museum, questions of contextualising the exhibits (provenance, social debates), and the relationship between the interior and exterior of the museum, right through to the question of what role museums play in a city’s identity or structural transformation (the Bilbao effect).

In addition to sessions in the seminar room, excursions to museums in Darmstadt and Frankfurt are planned as a block programme; we will decide on the dates for these together during the seminar.

Umbo, Der rasende Reporter (Egon Erwin Kisch), 1926, gelatin silver print, later copy print , © Phyllis Umbehr / Galerie Kicken Berlin / VG Bild-Kunst, Bonn 2026 / Courtesy Kicken Berlin.
Umbo, Der rasende Reporter (Egon Erwin Kisch), 1926, gelatin silver print, later copy print , © Phyllis Umbehr / Galerie Kicken Berlin / VG Bild-Kunst, Bonn 2026 / Courtesy Kicken Berlin.

Die Welt im Bild
Geschichte und Theorie der Fotografie

Dr. des. Elena Skarke

Bachelorseminar

Der Seminarbeginn verschiebt sich um eine Woche: Einführungsveranstaltung am 19. Oktober 2026 von 13.30 bis 15:00 Uhr!

Immer montags von 13:30 bis 15:00 Uhr

Raum: L3|01 R437
Sprache: Deutsch










Die rund 200-jährige Geschichte der Fotografie beginnt mit einer Architekturaufnahme: Joseph Nicéphore Niépce fixierte erstmals dauerhaft den Blick aus seinem Arbeitszimmer auf die Dächer der Nachbargebäude. Kein Zufall, dass ausgerechnet die Architektur am Anfang steht: Nur was sich nicht bewegte, ließ sich mit den noch unausgereiften fotografischen Materialien festhalten. Erst technische Weiterentwicklungen im 19. und 20. Jahrhundert ermöglichten es, auch flüchtige Momente einzufangen. Die Fotografie wurde zum Medium für Porträts, journalistische Berichterstattung, Dokumentation und künstlerischen Ausdruck. Heute, im Zeitalter der Digitalisierung und KI-generierter Bilder verändert sich der Status fotografischer Bilder erneut: Sie sind zunehmend immateriell und jederzeit verfügbar, kopier- und veränderbar. Zugleich werden Fragen nach dem Wahrheitsgehalt der Fotografie, die das Medium seit seiner Erfindung begleiten, mit neuer Brisanz verhandelt. Im Seminar wird die Geschichte der Fotografie anhand ausgewählter Fotografinnen und Fotografen, vielfältiger Nutzungszusammenhänge (Architektur, Journalismus, Kunst etc.) und der technischen Weiterentwicklung des Mediums vermittelt. Durch eine Lektüre einschlägiger wissenschaftlicher Texte reflektieren wir zudem theoretische Fragestellungen, die die Fotografie bis heute begleiten. Eine eintägige Exkursion nach Frankfurt bietet zudem Gelegenheit, die Materialität fotografischer Objekte im Original zu erleben. Den Termin für die Exkursion legen wir im Seminar gemeinsam fest.

The roughly 200-year history of photography begins with an architectural photograph: Joseph Nicéphore Niépce was the first to permanently capture the view from his study onto the rooftops of neighboring buildings. It is no coincidence that architecture, of all things, marked the beginning: only objects that did not move could be captured using the still-immature photographic materials of the time. It was not until technical advancements in the 19th and 20th centuries that it became possible to capture fleeting moments as well. Photography became a medium for portraits, journalistic reporting, documentation, and artistic expression. Today, in the age of digitization and AI-generated images, the status of photographic images is changing once again: they are increasingly immaterial and available at any time, and can be copied and altered. At the same time, questions about the truthfulness of photography, which have accompanied the medium since its invention, are being debated with renewed urgency. In this seminar, the history of photography will be explored through the work of selected photographers, diverse contexts of use (architecture, journalism, art, etc.), and the technical evolution of the medium. Through the reading of relevant scholarly texts, we will also reflect on theoretical questions that continue to shape photography to this day. A one-day excursion to Frankfurt will also provide an opportunity to experience the materiality of photographic objects firsthand. We will set the date for the excursion together during the seminar.

Gustave Courbet, L‘Atelier du peintre, 1854–1855, © Public Domain.
Gustave Courbet, L‘Atelier du peintre, 1854–1855, © Public Domain.

Vom Informel zur Postmoderne
Werkgruppen, Programme, Diskurse, Theorien



Dr. Michael Groblewski

Bachelorseminar (Blockveranstaltung)

Einführungsveranstaltung am 23. Oktober 2026 von 11.00 bis 12:30 Uhr

Blocktermine
freitags von 9.30 bis 12:30 Uhr

30. Oktober 2026
20. November 2026
11. Dezember 2026

Raum: L3|01 R437
Sprache: Deutsch


Die Kunst des Zeitraums zwischen 1945 und der Proklamation der Postmoderne – wird gewöhnlich, wenngleich nicht mehr ganz korrekt, als zeitgenössische Kunst bezeichnet. Sie präsentiert sich in einer Vielzahl von Stilismen (Pop-Art, Informel, Op-Art, Minimal-Art, Land-Art, Video-Art, Aktionismus, Hyper-Realismus, Installationen …), sucht die direkte Konfrontation und jegliche mediale Filterung zu vermeiden. Man sieht in ihr eine Wiederaufnahme und strukturelle Fortsetzung der nunmehr als klassisch bezeichneten Moderne des 19. und frühen 20. Jahrhunderts (Realismus, Impressionismus, Symbolismus, Jugendstil, Abstrakte, Kubismus, Futurismus, Expressionismus, Surrealismus, Dada …), deren wichtigste Stationen in den einführenden Sitzungen thematisiert werden. Die Künstler und deren Selbstverständnis spielen dabei für das Menschenbild einer vom Ideal individueller Freiheit bestimmten modernen Gesellschaft eine entscheidende Rolle. Das Seminar selbst versteht sich wie ein architektonisches Entwurfsseminar als eine Art Workshop, in dem die Teilnehmer Teilaspekte des paradigmatisch auf die Bild-Gattung des Porträts/Selbstporträts fokussierten Bereichs erarbeiten, zur Zwischenkorrektur vorlegen und abschließend in einer Ganztags-Sitzung präsentieren und diskutieren. Das bildet zusammen mit der Abgabe der im Sinne einer Hausarbeit verschriftlichten und mit den entsprechenden Nachweisen versehenen Präsentationen die Prüfungsgrundlage und Benotung. Ergänzt wird das Seminar durch 1 bis 2 Termine vor Ort im Museum (Frankfurt a.M., Städel oder Darmstadt, Landesmuseum oder Karlsruhe, ZKM oder Völklinger Hütte…).

Art from the period between 1945 and the proclamation of postmodernism—is commonly, though no longer entirely accurately, referred to as contemporary art. It manifests itself in a wide variety of styles (Pop Art, Art Informel, Op Art, Minimal Art, Land Art, Video Art, Actionism, Hyperrealism, installations…), seeking direct confrontation and avoiding any form of media filtering. It is seen as a revival and structural continuation of the now-classical Modernism of the 19th and early 20th centuries (Realism, Impressionism, Symbolism, Art Nouveau, Abstract Art, Cubism, Futurism, Expressionism, Surrealism, Dada…), whose most important phases will be discussed in the introductory sessions. The artists and their self-conceptions play a decisive role in shaping the view of humanity in a modern society defined by the ideal of individual freedom. The seminar itself is conceived—much like an architectural design seminar—as a kind of workshop in which participants explore specific aspects of the field, which is paradigmatically focused on the genre of the portrait/self-portrait, submit their work for interim review, and finally present and discuss it in a full-day session. Together with the submission of the presentations—written up as term papers and accompanied by the appropriate references—this forms the basis for the exam and grading. The seminar is supplemented by 1 to 2 on-site sessions at the museum (Frankfurt/Main, Städel, or Darmstadt, Landesmuseum or Karlsruhe, ZKM or Völklinger Hütte…).

Anonym: Sog. « Gregorsmesse », um 1500, https://collectie.museabrugge.be/de/collection/work/id/2016_GRO0020_I2016.GRO0020.I, Museum Brügge, public domain Gianlorenzo Bernini: Papstaltar in St. Peter, Rom, 1623-34, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Baldaquin_Bernin_Saint-Pierre_Vatican.jpg, Foto: Alonso de Mendoza 2016.
Anonym: Sog. « Gregorsmesse », um 1500, https://collectie.museabrugge.be/de/collection/work/id/2016_GRO0020_I2016.GRO0020.I, Museum Brügge, public domain Gianlorenzo Bernini: Papstaltar in St. Peter, Rom, 1623-34, https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Baldaquin_Bernin_Saint-Pierre_Vatican.jpg, Foto: Alonso de Mendoza 2016.

Altäre

Prof.‘in Dr. Lisa Horstmann
Dr. Meinrad v. Engelberg

Bachelorseminar

Immer montags von 12.00 bis 13.30 Uhr

Raum: L3|01 437
Sprache: Deutsch






Zentrum jedes christlichen Gotteshauses ist der Altar. An ihm findet der entscheidende Teil des Ritus, die Abendmahlsfeier mit Brot und Wein statt. Als fest installiertes Kirchenmöbel vereinigt er Elemente von Esstisch, Opferstein, Grabmonument und Bildträger. Er steht im Fokus der Aufmerksamkeit aller Gläubigen beim Gottesdienst und soll das an ihm sich ereignende Heilsgeschehen angemessen repräsentieren und kommunizieren. Seit 2000 Jahren zählt seine Gestaltung zu den zentralen Aufgaben für ArchitektInnen und KünstlerInnen.Das Bachelor-Seminar „Altäre“ (Epoche II Mittelalter und Neuzeit) bietet einen historischen Überblick zu Form, Funktion und Gestaltungsvarianten des christlichen Altars sowie seiner räumlichen Einbindung. Neben Referaten (mit schriftlicher Fassung als Poster) werden am Ende des Seminars in Gruppenarbeit Altarentwürfe für einen vorgegebenen historischen Kirchenraum erarbeitet und präsentiert, die jeweils spezifischen liturgischen und stilistischen Vorgaben entsprechen. Hierdurch soll im Selbstversuch überprüft werden, welche gestalterischen Konsequenzen, Zwänge und Möglichkeiten die Auseinandersetzung mit bestimmten Raumvorgaben, ästhetischen Konzepten und funktionalen Anforderungen in Sakralbauten bieten.

The altar is the focal point of every Christian place of worship. It is here that the decisive part of the rite—the celebration of the Eucharist with bread and wine—takes place. As a permanent fixture of church furnishing, it combines elements of a dining table, a sacrificial stone, a funerary monument, and a support for imagery. It commands the attention of the congregation during worship and is intended to fittingly represent and communicate the salvific event unfolding upon it. For two thousand years, the design of the altar has been a central task for architects and artists.

The bachelor’s seminar „Altars“ (covering the Medieval and Modern periods) provides a historical overview of the form, function, and design variations of the Christian altar, as well as its integration into the spatial setting. In addition to presentations (accompanied by a written version in poster format), the seminar concludes with a group project in which students develop and present altar designs for a specific historical church interior, adhering to defined liturgical and stylistic requirements. This hands-on exercise aims to explore the design consequences, constraints, and possibilities involved in engaging with specific spatial parameters, aesthetic concepts, and functional requirements within sacred architecture.

Bad Nauheim, Saline im Umbau, © Meinrad von Engelberg 2017.
Bad Nauheim, Saline im Umbau, © Meinrad von Engelberg 2017.

Einführung in die Denkmalpflege

Prof. Dr.-Ing. Clemens Brünenberg
Prof. Dr. Christiane Salge

Bachelorvorlesung (Wahlpflichtfach)

Immer dienstags von 12.00 bis 13.20

Raum: L3|01 A92
Sprache: Deutsch











Bauen im Bestand, also die konkrete Auseinandersetzung mit vorgefundenen Situationen, bestimmt den heutigen ArchitektInnenalltag. Gerade qualitätvolle Bauwerke und Ensembles unterliegen oft dem Denkmalschutz – was bedeutet das in der Praxis? Was ist hier zu beachten, welche Entscheidungen sind zu treffen, welche Erwartungen haben die Fachbehörden im Hinblick auf wertvolle Bausubstanz und sensible städtebauliche Situationen? Welche Bedeutung haben die verschiedenen Kategorien von Ensembleschutz, Einzeldenkmal bis hin zum UNESCO-Welterbe?
In Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen wird in diesem Semester eine Ringvorlesung angeboten, bei der die MitarbeiterInnen des Amtes grundsätzliche Fragen ihres jeweiligen Fachgebiets wie Inventarisation, Bauforschung, Denkmalrecht, Garten- und Industriedenkmalpflege oder Restaurierung an konkreten Beispielen erläutern, zum Mitdenken und zur Diskussion auffordern. Die Inhalte der Veranstaltung werden am Semesterende in einer Klausur überprüft.Die Vorlesung ist ein Angebot im neugeschaffenen Wahlpflichtfach „Praxis und Technik“ im B.Sc. 2022 (neue PO, 5 CP). Dieses Modul sollte im 5. Semester, kann aber auch früher belegt werden. Das Wahlpflichtfach wird nicht über die digitale Wahl gewählt (keine Teilnahmebeschränkung). Das Angebot findet nicht in jedem Studienjahr statt, bei Interesse JETZT belegen.

Bauen im Bestand, also die konkrete Auseinandersetzung mit vorgefundenen Situationen, bestimmt den heutigen ArchitektInnenalltag. Gerade qualitätvolle Bauwerke und Ensembles unterliegen oft dem Denkmalschutz – was bedeutet das in der Praxis? Was ist hier zu beachten, welche Entscheidungen sind zu treffen, welche Erwartungen haben die Fachbehörden im Hinblick auf wertvolle Bausubstanz und sensible städtebauliche Situationen? Welche Bedeutung haben die verschiedenen Kategorien von Ensembleschutz, Einzeldenkmal bis hin zum UNESCO-Welterbe?In Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen wird in diesem Semester eine Ringvorlesung angeboten, bei der die MitarbeiterInnen des Amtes grundsätzliche Fragen ihres jeweiligen Fachgebiets wie Inventarisation, Bauforschung, Denkmalrecht, Garten- und Industriedenkmalpflege oder Restaurierung an konkreten Beispielen erläutern, zum Mitdenken und zur Diskussion auffordern. Die Inhalte der Veranstaltung werden am Semesterende in einer Klausur überprüft.Die Vorlesung ist ein Angebot im neugeschaffenen Wahlpflichtfach „Praxis und Technik“ im B.Sc. 2022 (neue PO, 5 CP). Dieses Modul sollte im 5. Semester, kann aber auch früher belegt werden. Das Wahlpflichtfach wird nicht über die digitale Wahl gewählt (keine Teilnahmebeschränkung). Das Angebot findet nicht in jedem Studienjahr statt, bei Interesse JETZT belegen.

Master

Lesesaal im Stephen A. Schwarzman Building, New York Public Library, 1911, © Frederike Lausch.
Lesesaal im Stephen A. Schwarzman Building, New York Public Library, 1911, © Frederike Lausch.

Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens (TEWA)


Prof.'in Dr. Christiane Salge
Dr. phil. Matasha Mazis

Workshop Wissenschaftliches Arbeiten

Einmalige Veranstaltung
am 7. Dezember 2026 von 10:00 bis 11:30 Uhr

Raum: L3|01 A93
Sprache: Deutsch

One-time workshop in English Language
on December 7, 2026 from 10:00 to 11:30 AM

Room: L3|01 R437
Language: English



Die Veranstaltung (die nur einmal im Semester stattfindet) richtet sich an Masterstudierende und ist idealerweise im 1. oder 2. Semester des Masterstudiums zu belegen. In dem Workshop werden die Grundlagen für das wissenschaftliche Arbeiten vor allem im Hinblick auf das Forschungsmodul exemplarisch erlernt. Neben einer Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten (Bibliotheksrecherche, Zitieren, wiss. Schreiben etc.) erhält man Einblick in spezifische methodische Zugänge der Fachgruppen des Fachbereichs 15. Zu erarbeiten ist ein Kurzexposé zu einem Thema mit Fragestellung und These, dem methodischen Vorgehen und dem Stand der Forschung.

Wir haben einen umfangreichen Moodle-Kurs eingerichtet, der Sie bei der Erstellung der Übungsleistung im Workshop Wissenschaftliches Arbeiten unterstützt.

The course is aimed at Master’s students and should ideally be taken in the 1st or 2nd semester of the Master’s program. The workshop provides an exemplary introduction to the basics of scientific work, especially with regard to the research module. In addition to an introduction to scientific work (library research, citation, scientific writing, etc.), you will gain insight into specific methodological approaches of the Subject Groups A to F of Department 15. Students are required to prepare a short exposé on a topic with a research question and thesis, the methodological approach and the current state of research.

We have set up a comprehensive Moodle course to support you with the preparation of the exercises in the Scientific Work workshop.

Logo “Hinter der Fassade”.
Logo “Hinter der Fassade”.

Hinter der Fassade
Architekturgeschichte zum Hören

Prof.‘in Dr. Lisa Horstmann
Prof.‘in Hanna Steger

Masterseminar (Blockveranstaltung)

Einführungsveranstaltung am 15. Oktober 2026 um 12.00 Uhr

Blocktermine
donnerstags von 14.00 bis 17.00

22. Oktober 2026
05. , 12. , 26. November 2026
10. Dezember 2026
14. , 28. Januar 2027
11. Februar 2027

Raum: L3|01 R437
Sprache: Deutsch

Wie lässt sich Architektur nicht nur sehen, sondern auch hören? In der zweiten Staffel des Wissenspodcasts „Hinter der Fassade“ untersuchen Studierende der TU Darmstadt und der Hochschule Darmstadt gemeinsam Gebäude und Orte als Resonanzräume.Im Mittelpunkt stehen architektur- und kulturhistorisch interessante Orte, an denen sich unterschiedliche Zeiten, Nutzungen und gesellschaftliche Praktiken überlagern. Gefragt wird danach, welche Geschichten sich hinter Fassaden verbergen, wie Räume genutzt, verändert und erinnert wurden und welche Rolle Klang, Stimme, Geräusch und Atmosphäre für die Wahrnehmung von Architektur spielen.Die Studierenden der TU Darmstadt übernehmen insbesondere die historische und architekturbezogene Recherche. Gemeinsam mit Studierenden der h_da entwickeln sie daraus eigenständige Podcastfolgen. In interdisziplinären Teams werden Themen recherchiert und gepitcht, Erzählperspektiven entwickelt, Interviews und Vor-Ort-Aufnahmen vorbereitet und wissenschaftliche Inhalte in ein verständliches und atmosphärisches Audioformat übersetzt.Das Seminar verbindet wissenschaftliches Arbeiten, Architektur- und Kulturgeschichte mit Storytelling und Audioproduktion. Ziel ist es, neue Formen der Vermittlung zu erproben und über Klang und Erzählung neue Zugänge zu historischen Räumen zu eröffnen.

How can architecture be not only seen, but also heard? In the second season of the knowledge podcast “Behind the Façade”, students from TU Darmstadt and Darmstadt University of Applied Sciences jointly explore buildings and places as spaces of resonance.

The seminar focuses on sites of architectural and cultural-historical interest where different periods, uses and social practices overlap. It asks which stories lie behind façades, how spaces have been used, transformed and remembered, and what role sound, voice, noise and atmosphere play in the perception of architecture.

Students from TU Darmstadt are primarily responsible for the historical and architectural research. Together with students from h_da, they develop this material into individual podcast episodes. Working in interdisciplinary teams, they research and pitch topics, develop narrative perspectives, prepare and conduct interviews and on-site recordings, and translate academic content into an accessible yet atmospheric audio format.

The seminar combines academic research, architectural and cultural history, storytelling and audio production. Its aim is to explore new forms of communication and to open up new ways of engaging with historical spaces through sound and narrative.

KI-gestützte digitale Collage: Chris Dähne, 2026. Ausgangsmaterial: HfG-Archiv/Museum Ulm (Signatur G 130). Vogeltransformation in Anlehnung an M. C. Escher. Generiert und bearbeitet mit OpenAI ChatGPT Images.
KI-gestützte digitale Collage: Chris Dähne, 2026. Ausgangsmaterial: HfG-Archiv/Museum Ulm (Signatur G 130). Vogeltransformation in Anlehnung an M. C. Escher. Generiert und bearbeitet mit OpenAI ChatGPT Images.

Patternlab HfG Ulm
Operative Geometrie und architektonische Struktur



Dr. Chris DähneDr.
PD Helge Svenshon

Masterseminar (Blockveranstaltung)

Einführungsveranstaltung am15. Oktober 2026 um 14.00 Uhr

Blocktermine
donnerstags von 14.00 bis 17.00

5. November 2026
19. November 2026​​
3. Dezember 2026
17. Dezember 2026
14. Januar 2027 (Präsentation)

Raum: L3|01 R437
Sprache: Deutsch und Englisch

Was geschieht, wenn aus einem Dreieck, Quadrat oder Sechseck nicht nur ein Muster, sondern Architektur wird? Parkettierungen verbinden geometrische Elemente durch Wiederholung, Spiegelung, Drehung oder Verschiebung zu zusammenhängenden Strukturen. Künstler wie M. C. Escher oder V. Vasarely machten dieses Prinzip zum Gegenstand visueller Experimente. An der Hochschule für Gestaltung Ulm (1953–1968) wurde es zugleich Teil einer Entwurfslehre, in der Geometrie als methodisches Instrument eingesetzt wurde: Studierende transformierten regelmäßige zweidimensionale Strukturen in räumliche Systeme – vom Fassadenrelief und konstruktiven Knoten bis hin zu Modulen und Großstrukturen des Wohnens.Das Seminar nimmt historische Parkettierungszeichnungen aus dem HfG-Archiv zum Ausgangspunkt eines Patternlab. Wir analysieren ihre geometrischen Regeln, zerlegen und beschreiben die Muster und entwickeln sie mit digitalen Methoden und KI weiter. Gefragt wird, wie aus zweidimensionalen Ordnungen räumliche und architektonische Strukturen entstehen und wie historische Verfahren unter heutigen technologischen Bedingungen neu interpretiert werden können.Eine besondere Referenz bildet William S. Huff, der 1956/57 an der HfG studierte. Die im Seminar entstehenden Arbeiten sind als studentischer Beitrag zur geplanten William S. Huff–Ausstellung an der HfG Ulm 2028 vorgesehen.

What happens when a triangle, square or hexagon becomes not just a pattern, but architecture?

Tessellations combine geometric elements through repetition, reflection, rotation or translation to form continuous structures. Artists such as M. C. Escher and V. Vasarely turned this principle into a field of visual experimentation. At the Ulm School of Design (HfG, 1953–1968), it also became part of a design education in which geometry was used as a methodological tool: students transformed regular two-dimensional structures into spatial systems – from façade reliefs and construction joints to modules and large-scale housing structures.

The seminar takes historical tessellation drawings from the HfG Archive as the starting point for a Patternlab. We will analyse their geometric rules, deconstruct and describe the patterns, and develop them further using digital methods and AI. The central question is how two-dimensional orders can generate spatial and architectural structures, and how historical procedures can be reinterpreted under contemporary technological conditions.

A particular reference is William S. Huff, who studied at the HfG in 1956/57. The works produced in the seminar are intended as a student contribution to the planned William S. Huff exhibition at the HfG Ulm in 2028.

Berlin, Kulturforum (Foto MvE 2023); Giambattista Piranesi: Forum Romanum, Berlin, Kunstbibliothek, OS 1878 gr,Bd12Fol10.
Berlin, Kulturforum (Foto MvE 2023); Giambattista Piranesi: Forum Romanum, Berlin, Kunstbibliothek, OS 1878 gr,Bd12Fol10.

Kulturforum
Architekturzeichnungen in Berlin



Dr. Meinrad v. Engelberg

Masterseminar (auch disz. Wahlfach B.Sc.)

Immer dienstags von 16:00 bis 17:30 Uhr

Raum: L3|01 R437
Sprache: Deutsch




Von 1961-1989 war Berlin bekanntlich durch die „Mauer“ geteilt. Während sich die Mehrzahl der berühmten Kunstsammlungen und Kulturbauten auf der Ostberliner Museumsinsel befand, also in der DDR, musste sich West-Berlin (BRD) erst ein neues kulturelles Zentrum schaffen, und wählte dafür eine prominente, durch den Krieg „freigeräumte“ Fläche direkt am „Eisernen Vorhang“ westlich des vormaligen „Potsdamer Platzes“.Hier entstand ab 1958 das sog. „Kulturforum“ mit ikonischen Bauten wie der Philharmonie (1959-63) und Staatsbibliothek (1963-78) von Hans Scharoun oder der „Neuen Nationalgalerie“ Mies van der Rohes (1965-68).Das Seminar besteht aus zwei Abschnitten: An einen einführenden Teil in Darmstadt (wöchentliche Seminarstunden mit Referaten, Präsenzpflicht) wird sich eine verpflichtende viertägige Exkursion nach Berlin (vermutlich im Februar) anschließen, bei der die Bauten und Sammlungen sowie das städtebauliche Konzept des Kulturforums gemeinsam analysiert werden sollen. Hierbei wollen wir uns eine der dort befindlichen Sammlungen in Zusammenarbeit mit der Kuratorin Dr. Maren Wienigk intensiver ansehen: Die Architekturzeichnungen und Modelle der sog. „Sammlung Architektur und Ornament“ der Kunstbibliothek Berlin.Die Seminarteilnehmenden werden somit je nach gewähltem Thema entweder eine gebaute Institution auf dem Kulturforum oder die Werke eines Architekten in der Sammlung vorstellen. (Auch disziplinäres Wahlfach für B.Sc.!)

Berlin was divided by the „Wall“ from 1961 to 1989. While the majority of famous art collections and cultural buildings were located on East Berlin’s Museum Island—that is, within the GDR—West Berlin (FRG) had to create a new cultural center for itself.

Starting in 1958, the so-called „Kulturforum“ was developed here, featuring iconic structures such as the Philharmonie (1959–63) and the State Library (1963–78) by Hans Scharoun, as well as the „Neue Nationalgalerie“ by Mies van der Rohe (1965–68).

The seminar comprises two parts: an introductory phase in Darmstadt (weekly sessions involving student presentations; mandatory attendance) will be followed by a compulsory four-day field trip to Berlin (tentatively scheduled for February). During this trip, we will jointly analyze the buildings, collections, and urban planning concept of the Kulturforum. A key focus will be an in-depth examination of one of the local collections: The architectural drawings and models in collaboration with local curator Dr. Maren Wienigk.

Depending on their chosen topic, seminar participants will present either a built institution within the Kulturforum or the works of a specific architect represented in the collection. (Also available as an elective subject for B.Sc. students!)

Kerry James Marshall, Vignette #13, 2008, Signed and dated “K.J. Marshall ‘08” on lower right, Acrylic on PVC panel, 71 ¾ x 60 x 2 ¾ inches, (KM08.052), © Kerry James Marshall. Courtesy of the artist and Jack Shainman Gallery, New York.
Kerry James Marshall, Vignette #13, 2008, Signed and dated “K.J. Marshall ‘08” on lower right, Acrylic on PVC panel, 71 ¾ x 60 x 2 ¾ inches, (KM08.052), © Kerry James Marshall. Courtesy of the artist and Jack Shainman Gallery, New York.

“The Histories”
Confronting the Past in Contemporary Art



Dr. Allison Stagg

Master Seminar (Block Seminar)

Introductory session onOctober 16, 2026, 11:00 AM to 12:30 PM

Block Sessions

October 23, 2026
October 30, 2026
December 4, 2026

Excursion to Paris

November 5–7, 2026

Room: L3|01 R437
Language: English



Museums are becoming increasingly aware of gaps in their collections, such as representations of and art made by women, people of color, and people with disabilities. What do these gaps mean to the future of public museums? What narratives are being told and what do they inform audiences about the past? This course will focus on introducing students to the history of art collecting practices, exploring how public and private museums were formed, and what steps museums are taking today to correct the insufficient narratives that their collections previously supported. This course has a mandatory excursion to the Musee d‘Art Moderne de Paris to visit the exhibition, „Kerry James Marshall: The Histories“ in November.