Intro

Semesterprogramm Sommersemester 2019

Bachelor

Vorlesung: Architektur und Städtebau des Mittelalters und der Neuzeit

Prof. Dr. Christiane Salge

Montag, 13.30 – 15.10

Raum: Hörsaal L301/93

CP: 2

Klausurtermin:

07.08.2019, 11.40-13.50, HMZ, Raum L402/1+2


Die Vorlesung bietet eine chronologisch gegliederte Einführung in die Kunst-, Kultur- und Baugeschichte von Mittelalter und Neuzeit (800 bis 1800). Neben der Vermittlung einer fundierten Denkmälerkenntnis und dem Einordnen der maßgeblichen Entwicklungen der Architektur- und Kunstgeschichte dieses Zeitraums werden die gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Verhältnisse als Rahmenbedingungen der europäischen Kunst- und Kulturgeschichte aufgezeigt und so das Begreifen der jeweiligen Monumente als Geschichtsdokumente und das Verstehen bauhistorischer Prozesse und der sie bestimmenden Interaktion der beteiligten Akteure (Architekten-, Künstler-, Auftraggebergeschichte) ermöglicht.

Seminar: Architektur in Frankfurt am Main

Prof. Dr. Christiane Salge

Montag, 16.00 – 17.30

Raum: GTA Seminarraum

CP: 2 + 1




Im Mittelpunkt des Seminars steht die Beschäftigung mit den Hauptwerken der Frankfurter Architektur. Anhand der Analyse der Bauten soll versucht werden, eine gewisse Entwicklung der Baukunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart zu erarbeiten. Dabei stehen die gründliche Beschreibung des einzelnen Bauwerks, die Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Bautypus und die Einordnung in den historischen bzw. städtebaulichen Kontext im Vordergrund. Daneben sollen aber auch Bezüge zu zeitlich parallelen Bauten in Deutschland und anderen Ländern hergestellt werden.Das Seminar wird sowohl im Seminarraum als auch vor den Originalen stattfinden. Die Termine für die beiden geplanten Exkursionstage werden noch bekannt gegeben.

Seminar: Die Architekturzeichnung. Ein geschichtlicher Überblick

Dr. Martin Pozsgai

Montag, 11.30 – 13.00

Seminarraum: GTA Raum

CP: 2 + 1


Anders als heute haben Architekten in früheren Zeiten ihre Entwürfe noch von Hand gezeichnet. Die Bandbreite reichte von einfachen Ideenskizzen und Orthogonalprojektionen im Planungsprozess über kunstvoll ausgearbeitete Präsentationsblätter für Auftraggeber bis zu technischen Zeichnungen zur Ausführung des Bauwerks. Die Vielfalt der Zeichnungen war zudem von den Zeichenmaterialienund der Entwicklung der Papierproduktion abhängig.Im Seminar analysieren wir anhand von ausgewählten Beispielen die Modi der Architekturzeichnung sowie ihre Darstellungsformenund Funktionen. Wir wenden uns Zeichnungsbeständen von Architekten von der Gotik bis ins 20. Jahrhundert zu, unter anderem von Michelangelo, Piranesi, Schinkel und Erich Mendelsohn. So erhalten wir einen Überblick über die Geschichte der Architekturzeichnung, ihrer Wandlung und ihrer Bedeutung.

Seminar: Gott in Köln

Prof. Dr. phil. Meinrad v. Engelberg

Montag, 15:00 — 16:30 Uhr

Raum: Seminarraum KuGe

Einführungsveranstaltung: 15.04.2019, 15:00 Uhr

Exkursion im August (Teilnahme verpflichtend)

CP: 2 + 1


In Köln ist in den letzten Jahren einer der aufsehenerregendsten Sakralbauten Deutschlandsentstanden: Die neue Ditib-Zentralmoschee. Dass ausgerechnet dieser Standort für das ambitionierte Projekt gewählt wurde, ist sicher kein Zufall, denn das „Heilige Köln“ definiert sich wie kaum eine andere Stadt über ihre Gotteshäuser, die allerdings bisher mehrheitlich (katholische) Kirchen waren. Das Seminar verfolgt zwei Ziele: Die 2000-jährige Stadtbaugeschichte der Römer- und Bischofsstadt soll entlang der Entwicklung ihrer Gotteshäuser aller Konfessionen durch Zerstörung und Wiederaufbau nachgezeichnet werden. Auch die Museen, die religiöse Kunst zeigen, werden betrachtet. Zugleich bietet das Seminar eine Einführung in die kultischen Voraussetzungen der Sakralbaukunst dreier Konfessionen: Welche Vorstellungen haben die abrahamitischen Religionen vom Gottesdienst und wie prägt der Ritus die Gebäude? Die Teilnahme an der Exkursion vom 29.07.-04.08. ist verpflichtend.

Seminar: Körper, Kleider, Architektur. Ein Seminar über die Geschichte der Raumerfahrung

Dr. Maxi Schreiber

Seminarraum: S102/330 Stadtmitte

14-tägiges Seminar

CP: 2 + 1








In diesem Seminar, das in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsbereich Mode und Ästhetik vom FB 03 stattfindet, erforschen wir das Verhältnis vom Körper zum Raum. Dabei dient der Körper als Ausgangspunkt für sowohl räumliche als auch modische Erfahrung. Das Zelt als früheste Form der Behausung stellt gleichzeitig die textile Hülle für den Körper dar. Ausgehend von Vitruvs und Laugiers Konzept der Urhütte erforschen wir die Geschichte der Überschneidungen von Architektur und Bekleidung und denken diese weiter. Wir behandeln Themen wie Christos Konzept der Verhüllung als künstlerische Praxis, den Einfluss des Bauhauses auf Mode und Frisuren, die Schnittfläche von Kosmetik und Bauschmuck, ebenso wie die architektonischen Modeentwürfe Hussein Chalayans. Das Seminar findet 14-tägig im Seminarraum S102/330 in Stadtmitte statt.

Master

Fachmodul A (VL) Architektur und Vergänglichkeit

Prof. Dr. Christiane Salge, Dr. Marion Bolder-Boos, Dr.-Ing. Clemens Brünenberg, Dr. phil. Meinrad von Engelberg, Dr. Martin Pozsgai, Dr. Maxi Schreiber

Dienstag, 11.40 -13.20

Raum: L301/93

CP: 2











Die Vorlesung ist Teil des Fachmoduls A (Fachgruppe Historische Grundlagen). Die Vortragsreihe „Architektur und Vergänglichkeit“, sieht Architektur als Prozess und beschäftigt sich daher einerseits mit Aspekten des Bewahrens und Weiterbauens von Architektur aber auch deren Verfall und Rekonstruktion. Andererseits wird interessieren mit welchen architektonischen Mitteln sich „Vergänglichkeit“ darstellen lässt, sei es im Bereich der Grabkunst, dem romantischen Landschaftsgarten, den Burgen des 19. Jahrhunderts oder in der vor allem im 18. Jahrhundert beliebten Ruinenmalerei. Das Themenfeld der Vorträge erstreckt sich dabei von der Antike bis ins 21. Jahrhundert. Im Anschluss an die Vortragsreihe wird eine Aufgabe gestellt, die bis zum 24. Juni 2019 zu bearbeiten ist und deren Ergebnis benotet wird.

Seminar: Georg Moller (1784-1852) – Architekt und Denkmalpfleger

Prof. Dr. Christiane Salge

Dienstag, 10.00 – 11.30

Raum: Seminarraum GTA

CP: 3 / 5

Bachelor / Master Seminar







Georg Moller war von 1810 bis zu seinem Tod großherzoglicher Oberbaurat in Darmstadt und gilt als einer der herausragenden Architekten seiner Zeit. Im Seminar werden wir uns mit seinem architektonischen und städtebaulichen Werk beschäftigen. Außerdem wird uns seine Rolle als Bauforscher und Denkmalpfleger interessieren, ihm ist z.B. die Rettung der karolingischen Torhalle in Lorsch zu verdanken, die heute Weltkulturerbe ist. Im Seminar werden wir neben seinen Bauten und denkmalpflegerischen Tätigkeiten auch seine zahlreichen Veröffentlichungen zur mittelalterlichen Baukunst sowie zur Baukonstruktion und sein zeichnerisches Werk betrachten, analysieren und diskutieren. Hierzu sind Exkursionen sowie eine Sitzung im Graphischen Kabinett des Hessischen Landesmuseums geplant.

Seminar: Das farbige Jahrzehnt. Kunst, Design und Architektur der 1970er Jahre

Dr. Martin Pozsgai

Blocksemianar: 24. – 26. Mai

Raum: GTA Seminarraum

Einführungsveranstaltung: 16.04.2019, 15.30 Uhr

CP: 3 / 5


Die 1970er waren in Kunst, Design und Architektur die buntesten Jahre, die man sich vorstellen kann.Knallorange Schulhäuser, quietschgrüne Badezimmer und ultraviolette Plastiksessel gab es, dazu psychedelische Mischungen, spacige Muster und die berühmten Pril-Blumen. Der Farbdrang dieser Zeit ist gesellschaftlich mit der Sehnsucht nach grenzenloser Freiheit und dem Wunsch nach fröhlicher Heiterkeit zu erklären, gefördert durch Phänomene wie die68er-Studierendenproteste oder die Hippie-Kultur. Im Seminar werden Designerstücke, Kunstwerke, Interieurs und Bauten der 1970er Jahre analysiert und befragt, welche Bedeutung die Farbe im Einzelfall hatte. Dazu ist der Entwurfs- und Enstehungskontext heranzuziehen. Gesellschaftliche oder technische Entwicklungen sind ebenfalls zu berücksichtigen,sodass etwa die Einführung des Farbfernsehens oder die Konjunktur von Kunststoffen in allen Bereichen gleichermaßen einbezogen werden.

Seminar: Görlitz und seine Architektur

Dr. Maxi Schreiber

Einführungsveranstaltung: 15.4.2019 17:30 bis 19:00 Uhr

Seminarraum: GTA Raum

Blocksitzung: 18.05.2019, Darmstadt

Exkursion: 21.06 – 23.06.2019, Görlitz

CP: 3 / 5


Die Europastadt und zugleich deutsch-polnische Grenzstadt Görlitz/Zgorzelec bietet eine einzigartige Vielfalt erlebbarer Architekturgeschichte, die vom Mittelalter und der Renaissance bis hin zur Moderne und der Architektur der ehemaligen DDR reicht. Ein Teil dieser architekturgeschichtlichen Vielfalt ist längst weltberühmt geworden, denn hier wurden Hollywoodfilme wie „Der Vorleser“ oder „Grand Budapest Hotel“ gedreht. Wir begeben uns in die Stadt und werden ihre Geschichte und Architektur vor Ort studieren. Dabei werden wir verschiedene Bautypen (u.a. Rathaus, Warenhaus, DDR-Wohnungsbau, Bibliothek, Synagoge, Kirche, Brauerei, Eisenbahnviadukt) analysieren und in ihrem historischen Kontext betrachten. Es gibt eine vorbereitende Blocksitzung in Darmstadt am 18. Mai. Die Exkursion findet vom 21. bis 23. Juni statt.

Seminar: Welterbe werden?

Prof. Dr. phil. Meinrad v. Engelberg

Dienstag, 10:00 — 12:00 Uhr

Raum: Seminarraum KuGe

Einführungsveranstaltung: 18.04.2019, 10:00 Uhr

CP: 3 / 5

Bachelor / Master Seminar



Im Jahr 2020 entscheidet die Unesco darüber, ob die Mathildenhöhe, Darmstadts Wahrzeichen, in den exklusiven Kreis der Welterbestätten aufgenommen wird. Kann ein Baudenkmal also einfach per Antrag „Welterbe werden“? Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein, und welche rechtlichen Folgen hat eine solche Eintragung? Warum ist dieser Titel so heiß begehrt, kann man ihn auch wieder verlieren, und warum gibt es in Deutschland doppelt so viel „Welterbe“ wie z. B. in der Türkei?Das Seminar will einen Überblick zu allen Fragen und Problemen der Welterbe-Idee und Praxis geben, die u.a. durch die Zerstörungen des IS die Fragwürdigkeit der Schutzwirkung dieses Titels eindrucksvoll vor Augen geführt hat. Exkursionen zu Welterbestätten in Hessen und Gespräche mit Experten aus der Denkmalpflege sind Teil des Seminars.