Dissertation

Die Architektursammlung als Ideenraum. Bildmediale Vermittlungsstrategien mittelalterlicher Bauwerke (ca. 1815–1871)

Soane office, Der Ursprung gotischer Architektur in Formen der Natur, Royal Academy Lecture Drawing

Dissertationsprojekt am Fachbereich Architektur der TU Darmstadt von Christina Clausen

Erstbetreuerin: Univ.-Prof. Dr. Christiane Salge

Die Architektursammlung als Ideenraum. Bildmediale Vermittlungsstrategien mittelalterlicher Bauwerke (ca. 1815–1871)

Der bereits intensiv erforschten Perspektive auf Architekturdarstellungen als Kommunikationsmittel zwischen ArchitektInnen und AuftraggeberInnen wird im Rahmen dieses Projektes die Vermittlung zwischen Architekturlehrer und Schüler sowie einer breiteren Öffentlichkeit zur Seite gestellt. Mittels verschiedener Bildmedien wird architekturhistorisches Wissen gesammelt, geordnet und vermittelt.

Im Mittelpunkt der Untersuchung steht die Inszenierung der mittelalterlichen Architekturgeschichte in Modellen, Zeichnungen und Gemälden ungefähr zwischen 1815 und 1871. Innerhalb des Projektes werden vor allem die Formprozesse und medialen Übergänge zwischen den verschiedenen Architekturmedien beschrieben und analysiert.

Der im 19. Jahrhundert verhältnismäßig junge Forschungsgegenstand der mittelalterlichen Baukunst prägte die frühe Kunstgeschichtsschreibung und wird zum Gegenstand verschiedenster Sammlungsbestrebungen (Museen, Privatsammlungen, Denkmalinventare, Lehrbücher). Um die künstlerisch als auch nationalpolitisch neubewerteten Denkmäler des Mittelalters zu erforschen und „die gebildeten Deutschen mit den großen Meisterwerken ihrer Vorfahren aufs innigste bekannt zu machen“ (Georg Gottfried Kallenbach), werden neben denkmalpflegerischen Kampagnen auch erste Konzepte zur musealen Präsentation des Mittelalters erarbeitet.