Semesterprogramm-Übersicht

Semesterprogramm Sommersemester 2018

Bachelor

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/5/54/Vue_a%C3%A9rienne_du_domaine_de_Versailles_par_ToucanWings_-_Creative_Commons_By_Sa_3.0_-_073.jpg
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Vorlesung: Architektur und Städtebau des Mittelalters und der Neuzeit

Prof. Dr. Christiane Salge

Montag, 13.30 – 15.10 Uhr

Raum: Hörsaal L301/93

CP: 2




Die Vorlesung bietet eine chronologisch gegliederte Einführung in die Kunst-, Kultur- und Baugeschichte von Mittelalter und Neuzeit (800 bis 1800). Neben der Vermittlung einer fundierten Denkmälerkenntnis und dem Einordnen der maßgeblichen Entwicklungen der Architektur- und Kunstgeschichte dieses Zeitraums werden die gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Verhältnisse als Rahmenbedingungen der europäischen Kunst- und Kulturgeschichte aufgezeigt und so das Begreifen der jeweiligen Monumente als Geschichtsdokumente und das Verstehen bauhistorischer Prozesse und der sie bestimmenden Interaktion der beteiligten Akteure (Architekten-, Künstler-, Auftraggebergeschichte) ermöglicht.

Vorlesung: Denkmalpflege – ein Blick in die Praxis

Prof. Dr. Christiane Salge und Dr. phil. Meinrad v. Engelberg

Dienstag, 16.15 – 17.55 Uhr

Raum: Hörsaal L301/93

CP: 2 + 3

Klausur: Dienstag, 17.07.18, 17 – 19 Uhr HS 93

Bauen im Bestand, also die konkrete Auseinandersetzung mit vorgefundenen Situationen, bestimmt den heutigen Architektenalltag. Gerade qualitätvolle Bauwerke und Ensembles unterliegen oft dem Denkmalschutz – was bedeutet das in der Praxis? Was ist hier zu beachten, welche Entscheidungen sind zu treffen, welche Erwartungen haben die Fachbehörden im Hinblick auf wertvolle Bausubstanz und sensible städtebauliche Situationen? In Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen wird in diesem Semester eine Ringvorlesung mit Exkursionen angeboten, bei der die MitarbeiterInnen des Amtes grundsätzliche Fragen ihres jeweiligen Fachgebiets wie Inventarisation oder Restaurierung an konkreten Beispielen erläutern, zum Mitdenken und zur Diskussion auffordern. Die Themen und Inhalte der Gesamtveranstaltung werden am Semesterende in geeigneter Form (Klausur o.ä.) überprüft.

Links: ULB- TU Darmstadt; Rechts: Bild: Martin Kraft (photo.martinkraft.com), License: CC BY-SA 3.0, via Wikipedia Commons
Links: ULB- TU Darmstadt; Rechts: Bild: Martin Kraft (photo.martinkraft.com), License: CC BY-SA 3.0, via Wikipedia Commons

Seminar: Architektur in Darmstadt (16.- 20. Jahrhundert)

Prof. Dr. Christiane Salge

Montag, 16:00 — 18:00 Uhr

Raum: Seminarraum GTA

CP: 2 + 1







Im Mittelpunkt des Seminars, das weitestgehend vor Ort stattfinden wird, steht die Beschäftigung mit den Hauptwerken der Darmstädter Architektur. Anhand der Analyse der Bauten soll versucht werden, eine gewisse Entwicklung der Baukunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart zu erarbeiten. Dabei stehen die gründliche Beschreibung des einzelnen Bauwerks, die Auseinandersetzung mit dem jeweiligen Bautypus und die Einordnung in den historischen bzw. städtebaulichen Kontext im Vordergrund. Daneben sollen aber auch Bezüge zu zeitlich parallelen Bauten in Deutschland und anderen Ländern hergestellt werden.Die meisten Sitzungen werden vor den Baudenkmälern stattfinden, daher sollten alle Teilnehmer/innen ausreichend Zeit für die Hin- und Rückfahrt einplanen.

Seminar: Geschichte der Ägyptenrezeption

Dr. Maxi Schreiber

Blockseminar

Einführungsveranstaltung: 23.4. 17:00-18:30 Uhr (Seminarraum GTA)

Folgetermine: 25.5. 16:00-19:00 Uhr; 26.5. 10:00-16:00 Uhr; 8.6. 16:00-19:00 Uhr; 9.6. 10:00-16:00 Uhr

Raum: Information folgt

CP: 2 + 1

Welche Gründe hat die Anlehnung an vergangene Baustile und wie kann sie gedeutet werden? Seit der Antike fasziniert und inspiriert die pharaonische Baukunst Architekten und Bauherren. Wir beschäftigen uns in diesem Seminar mit dem ‚Nachleben‘ der altägyptischen Kunst und Architektur. Dabei erforschen wir nicht nur ägyptisch anmutende Gebäude, sondern gehen auch der Frage nach, was Rezeption bedeutet. Neben der Erörterung sakraler und profaner Baukunst (u.a. Grabmäler, Fabriken, Kinobauten) beschäftigt uns die Frage nach dem historischen Kontext ihrer Entstehungszeit und der damaligen Wahrnehmung der pharaonischen Kultur. Das Seminar findet als Blockseminar statt.

Seminar: Spektakuläre Großbauten. Von der Kathedrale zum Berliner ICC

Dr. Martin Pozsgai

Montag, 15.30 – 17.00 Uhr

Raum: Seminarraum KuGe

CP: 2 + 1

Die Planung und der Bau von Megastrukturen war immer schon eine Herausforderung. In die Höhe strebende mittelalterliche Kathedralen, ausgedehnte barocke Schlossanlagen, historistische Boulevardbebauungen, riesenhafte NS-Komplexe wie das KdF-„Bad der 20.000“ auf Rügen und spektakuläre Kongresszentren wie das Berliner ICC gehören zu den markantesten Objekten der Architekturgeschichte. Als einheitliche Gesamtentwürfe konzipiert, lagen ihre besonderen Qualitäten im durchgestalteten Ganzen. Ihr Organismus musste von Anfang an durchdacht sein und die logistischen Aspekte ihrer Ausführung berücksichtigt werden. In diesem Seminar werden wir uns anhand ausgewählter Beispiele einen Überblick über die Geschichte der Großbauten seit dem Mittelalter erarbeiten und die planerischen und architektonischen Besonderheiten von Megastrukturen erforschen.

Seminar: Welterbe Weimar

Dr. Meinrad v. Engelberg

Montag, 10.00 – 11.30 Uhr

Raum: Seminarraum KuGe

CP: 3









Keine andere deutsche Kleinstadt ist so eng mit dem nationalen Kulturgedächtnis verwoben wie Weimar: Zwei Unesco-Welterbestätten, (Klassikerstätten und Bauhaus), eine deutsche Staatsverfassung – die sog. Weimarer Republik – und ein berüchtigtes NS-Konzentrationslager (Buchenwald) verbinden sich mit dem Ortsnamen. Wie kam Weimar zu dieser erstaunlichen Bedeutung? Wie prägt ein so reiches, in seiner Substanz weitgehend immaterielles Erbe das Stadtbild und die Baugeschichte? Bis 1918 Fürstenresidenz und Hauptstadt eines kleinen Staats (Sachsen-Weimar-Eisenach), galt die Stadt an der Ilm in der DDR als Hort jener „humanistisch- fortschrittlichen“ Traditionen, in deren Kontinuität sich der sozialistische Staat gerne stellte. Als Ausbildungsstätte für Gestaltung und Musik mit großer Tradition verbindet Weimar den Charakter einer Universitätsstadt mit einem Tourismuszentrum. Das Seminar bereitet auf eine verpflichtende fünftägige Exkursion im August vor.

Master

Informationen zur Master-Vorlesung des Fachmoduls A finden Sie hier.

Von Simsalabimbam - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=24989221
Von Simsalabimbam – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=24989221

Seminar: Museumsarchitektur in Deutschland (19./ 20. Jahrhundert)

Prof. Dr. Christiane Salge,

Dienstag, 10.00 – 11.30 Uhr

Raum: Seminar KuGe

CP: 3



Mit der Französischen Revolution löste sich der Museumsbau endgültig aus dem Komplex des Schlosses und wurde zu einer selbständigen Gebäudegattung. Die Entwicklung der Museumsarchitektur vom „Kunsttempel“ des 19. Jahrhunderts zum funktionalen modernen Bau in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis zu den neuesten, sehr individuellen Museen der letzten Jahrzehnte steht im Mittelpunkt des Seminars. Daneben wird aber auch auf die Präsentation der Kunst, die sehr unterschiedlichen Museumskonzepte einzugehen sein. Im Seminar soll ein Überblick über die Entwicklung des Bautyps Museum im Verlauf der Jahrhunderte erarbeitet werden. Neben der Veranstaltung im Seminarraum sind mehrere Exkursionen zu Darmstädter und Frankfurter Museen geplant.

Seminar: Das Hochhaus und seine Zeit

Dr. Maxi Schreiber

Dienstag, 17:00 – 18:30 Uhr

Raum: Seminarraum GTA

CP: 3




Die Erfindung des Hochhauses im 19. Jahrhundert markiert einen „Wendepunkt im Bauen“. In diesem Seminar begeben wir uns in die USA zu den Ursprüngen der modernen Wolkenkratzer. Dabei betrachten wir sowohl die technischen und konstruktiven Neuerungen, als auch die Entwicklung der Immobilienwirtschaft und beschäftigen uns mit der Anziehungskraft der großen und monumentalen Gebäude in den Stadtzentren. Außerdem setzen wir uns mit den politischen und gesellschaftlichen Veränderungen jener Zeit auseinander, um den historischen Kontext zu verstehen in dem die Hochhäuser entworfen wurden. Ein wichtiger Bestandteil des Seminars ist die Lektüre von Kapiteln aus Jürgen Osterhammels „Verwandlung der Welt“ und Rem Koolhaas‘ „Delirious New York“. Im Ausblick schauen wir auf die Geschichte des Hochhausbaus in Deutschland.

Seminar: Technikbegeisterung und Wohnkultur – Bayerische Königsschlösser

Dr. Martin Pozsgai

Blockseminar 08. – 10. Juni 2018

Erstes Treffen – Montag, 09.04.2018 um 11.30 Uhr

Raum: Seminarraum KuGe

CP: 3

Mit den drei weltberühmten Königsschlössern Neuschwanstein, Linderhof und Herrenchiemsee schuf sich Ludwig II. von Bayern die theatralische Illusion eines absoluten Königtums, das ihm die bürgerliche Gesellschaft seiner Zeit verwehrte. Ihre Architektur und Ausstattung bezog sich auf die verschiedenen Sphären seines romantisch überhöhten Weltbilds. So galt ihm Neuschwanstein als Ritterburg, in deren Wandmalereien mittelalterliche Tugendhelden wie Lohengrin und Parsifal verherrlicht wurden. Die Bauten und ihre Innenräume gelten heute als Höhepunkte historistischer Wohnkultur. Oft wird jedoch übersehen, dass der König sie mit modernster Technik ausstatten ließ. Heißluft-Zentralheizung, Speiseaufzüge, fließendes Warmwasser und eine elektrische Rufanlage – dies alles bezeugt seine vorwärtsgewandte Technikbegeisterung. Vor diesem Hintergrund werden wir die Schlösser neu untersuchen und würdigen.

Seminar: „Stadtkrone“ Freienstein

Dr. Meinrad v. Engelberg

Blockseminar

Erstes Treffen – Dienstag, 10.04.2018 um 16.15 Uhr Gr. Hs. 93 (Denkmalpflege-Vorlesung)

Raum: vor Ort

CP: 3



Bereits 2017 hatten interessierte Studierende die Gelegenheit, die Burgruine Freienstein kennenzulernen. In einem idyllischen Tal des Odenwaldes liegt sie ganz im Süden Hessen über dem Ort Gammelsbach und schläft derzeit einen Dornröschenschlaf: Imposant, romantisch, aber ungenutzt. Wie könnte man sie wiederbeleben? Welche Nutzung wäre für Gäste und Einheimische gleichermaßen attraktiv? Seit dem 01.01.2018 ist Gammelsbach ein Ortsteil der jüngsten Stadt Hessens: In der Neujahrsnacht schlossen sich vier Orte zur neuen Stadt Oberzent zusammen – das hat es in Hessen seit vier Jahrzehnten nicht gegeben. Was der neuen Stadt nun fehlt, ist ein symbolisches Zentrum, ein besonderer Platz zur gemeinschaftlichen Identifikation. Könnte Freienstein dafür der geeignete Ort sein? Und falls ja, mit welcher Nutzung? Hierfür soll der Workshop in enger Abstimmung mit den BürgerInnen, den kommunalen Verantwortlichen und dem Denkmalamt Ideen entwickeln.