Intro

Semesterprogramm Sommersemester 2017


Digitale Wahl der Bachelorseminare der Fachgruppe A für das SoSe 2017 (Module 332 | 342 | 352)

Auch in diesem Semester findet die Seminarwahl der Bachelor-Epochenseminare (Module 332, 342 und 352) in digitaler Form statt. Bitte verwenden Sie hierfür das zugehörige pdf-Formular, das ausgefüllt und anschließend an folgende E-Mail-Adresse geschickt werden muss: fga@architektur.tu-darmstadt.de. Zur besseren Benutzung sollten Sie das Formular mit dem Adobe Reader oder Adobe Acrobat Pro öffnen und ausfüllen.

Die Wahlzettel können bis Mittwoch, 17. April,
17 Uhr geschickt werden. Später eingehende Wahlzettel können nicht mehr berücksichtigt werden! Bei Fragen wenden Sie sich bitte ebenfalls an die E-Mail-Adresse: fga@architektur.tu-darmstadt.de

Informationen zu den Epochenseminaren finden Sie für die Seminare der Klassischen Archäologie (Modul 332) hier und für die von GTA (Modul 352) hier.

Das Bachelormodul B22, das Wahlfach Denkmalpflege sowie alle Masterseminare werden auf dem Seminarbasar gewählt.

Das Ergebnis der Seminarwahlen wird ab Donnerstag, 13. April an den Fachgebieten ausgehängt, die Einführungsveranstaltungen der Seminare (hier auch Vergabe von evtl noch freien Seminarplätzen) finden ab Montag, 24. April statt. Bitte beachten Sie, dass der Besuch der Einführungsveranstaltungen verpflichtend ist – wer hier nicht erscheint, verliert seinen Anspruch auf Seminarteilnahme.

Gültigkeitszeitraum:

29.03.2017 15 Uhr bis 12.04.2017 18 Uhr


Bachelor

Vorlesung: Denkmalpflege in Hessen – Ein Blick in die Praxis

Wahlpflichtfach Denkmalpflege 364

Prof. Dr. Christiane Salge,
Dr. Meinrad von Engelberg

Dienstag, 16:15-17:55 Uhr

Raum: L301|93

CP: 5



Bauen im Bestand, also die konkrete Auseinandersetzung mit vorgefundenen Situationen, bestimmt den heutigen Architektenalltag. Gerade qualitätvolle Bauwerke und Ensembles unterliegen oft dem Denkmalschutz – was bedeutet das in der Praxis? Was ist hier zu beachten, welche Entscheidungen sind zu treffen, welche Erwartungen haben die Fachbehörden im Hinblick auf wertvolle Bausubstanz und sensible städtebauliche Situationen? In Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege Hessen wird in diesem Semester eine Ringvorlesung mit Exkursionen angeboten, bei der die MitarbeiterInnen des Amtes grundsätzliche Fragen ihres jeweiligen Fachgebiets wie Inventarisation oder Restaurierung an konkreten Beispielen erläutern, zum Mitdenken und zur Diskussion auffordern. Die Themen und Inhalte der Gesamtveranstaltung werden am Semesterende in geeigneter Form (Klausur o.ä.) überprüft.


Seminar: Barocke Residenzen in Süddeutschland

Prof. Dr. Christiane Salge

Montag, 10:00-11:30 Uhr

Raum: Seminarraum KuGe

CP: 2+1




Im Seminar werden anhand ausgewählter Beispiele des 17. und 18. Jahrhunderts die wichtigsten Merkmale und Prinzipien des barocken Schlossbaues in Süddeutschland herausgearbeitet. Neben der Beschreibung und Analyse der repräsentativen Fassaden, sollen auch die komplexe räumliche Struktur, die plastische und malerische Ausstattung sowie das Bildprogramm dieser Bauten untersucht werden. Auch die im Zusammenhang mit den Schlössern stehenden Gartenanlagen und oft eingreifenden städtebaulichen Umgestaltungen werden Gegenstand des Seminars sein.

Die an das Seminar angeschlossene Übung besteht aus einer obligatorischen Tagesexkursion nach Würzburg mit Kurzreferaten vor Ort.

 “Interior of a Gothic Church by Day” by Pieter Neeffs the Elder and Frans Francken III via The Metropolitan Museum of Art is licensed under CC0 1.0
“Interior of a Gothic Church by Day” by Pieter Neeffs the Elder and Frans Francken III via The Metropolitan Museum of Art is licensed under CC0 1.0

Seminar: Architektur und Liturgie

Maxi Schreiber, M.A.

Montag, 15:30-17:00 Uhr

Raum: Seminarraum KuGe

CP: 2+1








In diesem Seminar wird die Organisation des Kultes in der Architekturgeschichte beleuchtet. Anhand von ausgewählten Beispielen von der Antike bis zur Gegenwart werden wir die Funktion der Liturgie im sakralen Raum diskutieren. Im Mittelpunkt stehen die christliche Liturgie und der Kirchenbau. Einen weiteren Schwerpunkt bilden Sakralbauten des Judentums und des Islam. Dabei werden wir in historischer Perspektive erörtern wie Rituale (Gottesdienste, Feste und Feiern sowie das Zusammenkommen zum Beten) den Entwurf und die Architektur des sakralen Raumes bestimmen. Als Grundlage dienen die theologischen und liturgischen Bestimmungen, die wir uns in der Lektüre erarbeiten und daraufhin die Architektur von Kirchen, Synagogen und Moscheen betrachten. Dabei wird auch der Wandel der Liturgie im Zuge theologischer Reformen und dessen Effekt auf die Architektur eine Rolle spielen. Es wird eine Exkursion nach Frankfurt stattfinden, die Teil der Studienleistung ist.

Seminar: Macht in München – politische Architektur in Bayern

Dr. Meinrad v. Engelberg

Montag, 15:30-17:00 Uhr / fünftägige Exkursion im August

Raum: Seminarraum Klass. Archäologie

CP: 2+1




München galt bis 1989 als die „heimliche Hauptstadt“ der alten BRD: Deshalb fanden die olympischen Spiele 1972 dort statt, nicht in Bonn. Noch heute versteht sich Bayern als Freistaat, mehr als ein „normales Bundesland“. Die Ursprünge dieses Selbstbildes reichen weit zurück und haben alle Systemwechsel überdauert. Ob Herzöge, Kurfürsten, Könige oder Ministerpräsidenten: Die Staatsmacht formt bis heute das Gesicht der weiß-blauen Hauptstadt. Ziel des Seminars ist es, den Zusammenhang von Herrschaftsform, Architektur, Kunstpatronage und urbaner „Eigenlogik“ in ihren historischen Wandlungen und Querbezügen zu verfolgen, auch unter Einschluss des dunkelsten Kapitels, als München sich stolz „Hauptstadt der Bewegung“ nannte. Wie geht man dort mit dem NS-Erbe um, wie mit dem der Wittelsbacher?

Die Teilnahme an der Exkursion (vermutl. zweite Augustwoche, 5 Tage) ist verpflichtend und Voraussetzung für den erfolgreichen Abschluss.

Master

Vorlesung: Visualisierung von Architektur

Prof. Dr. Christiane Salge, Dipl.-Ing. Clemens Brünenberg, Dr. phil Meinrad von Engelberg, Dipl.-Ing Oliver Hauck, Dr. Ing Judith Ley, Stefanie Müller M. Sc., Maxi Schreiber M.A.

Dienstag, 11.40-13.20 Uhr

Raum: Hörsaal L301/93

CP: 2


Die Vorlesung ist Teil des Fachmoduls A (Fachgruppe Historische Grundlagen). In diesem Semester werden in insgesamt acht Sitzungen verschiedene Ideen und Konzepte zur Visualisierung von Architektur von der Antike bis ins 21. Jahrhundert behandelt. Berücksichtigt werden verschiedene Facetten der Visualisierung von Architektur und Stadt von der klassischen orthogonalen und perspektivischen Architekturzeichnung über die Darstellung in der Druckgraphik bis zur Architekturfotografie, der digitalen Baurekonstruktion und dem zeitgenössischen Rendering.

Im Anschluss an die Vortragsreihe wird eine Aufgabe gestellt, die bis zum 27. Juni 2017 zu bearbeiten ist und deren Ergebnis benotet wird.

18.04.2017 Einführung in das Programm und Erläuterung der studentischen Aufgabe

25.04.2017 Christiane Salge, „Visualisierungsstrategien in der Architekturzeichnung“

02.05.2017 Meinrad von Engelberg, „… wie gedruckt! Architektur als reproduziertes Bild“

09.05.2017 Oliver Hauck, „Digitalisierte Räume – Neue Art von Wunderkammer“

16.05.2017 Clemens Brünenberg, „Zwischen Schein und Sein. Visualisierung und Inszenierung archäologischer Stätten“

23.05.2017 Judith Ley, „Eingebung oder Wirklichkeit? Die Aachener Pfalz und ihre Rekonstruktionen“

30.05.2017 Stefanie Müller, „Das Bild der Stadt in der Moderne“

06.06.2017 Carol Herselle Krinsky, „How Architectural Renderings Helped to Promote an Almost Impossible Project: Rockefeller Center 1929–1939“

13.06.2017 Maxi Schreiber, „Hugh Ferriss‘ Metropolis of Tomorrow“

Seminar: Von der Architekturzeichnung zum digitalen Entwurf

Prof. Dr. Christiane Salge,

Dienstag, 10:00-11:30 Uhr

Raum: Seminarraum KuGe

CP: 3


Großformatige Renderings und die klassische Darstellung in Grundriss, Aufriss und Schnitt gehören zum Standard bei zeitgenössischen architektonischen Wettbewerbsentwürfen. Wie aber hat man in der Vergangenheit Architektur zeichnerisch dargestellt und was hat sich durch den digitalen Entwurf verändert? Im Seminar wollen wir uns mit dieser Frage anhand ausgewählter Beispiele vom mittelalterlichen Bauriss bis zum digitalen Rendering des 21. Jahrhunderts beschäftigen. Dabei wird interessieren, welche Funktionen die Zeichnungen hatten, warum bestimmte Formen der Architekturdarstellung gewählt wurden, welche Rolle dabei der Einsatz von Farbe, Licht- und Schatten spielte und an wen die Zeichnungen adressiert waren bzw. welche Wirkungsabsichten damit verfolgt wurden.

Seminar: Karl Friedrich Schinkel

Prof. Dr. Christiane Salge

Montag, 17:00-18:30 Uhr (Vortreffen) / dreitägige Exkursion Juli/August

Raum: Seminarraum KuGe

CP: 3


Karl Friedrich Schinkel ist einer der bedeutendsten Architekten des 19. Jahrhunderts in Deutschland. Nicht nur als Architekt, sondern auch als Maler, Bühnenbildner sowie mit seinen Entwürfen zu Möbeln und Innendekorationen hat er die Kunst seiner Zeit geprägt. Im Seminar sollen die wichtigsten Bauten und Werke Schinkels in Berlin und Potsdam vor Ort in Referaten analysiert, die Besonderheiten herausgearbeitet und in den Kontext der europäischen Architektur seiner Zeit eingeordnet werden.

Neben einigen einführenden Sitzungen im Seminarraum wird der größte Teil des Seminars vor Ort in Berlin und Potsdam stattfinden. Die Teilnahme an der dreitägigen Exkursion in Berlin Ende Juli/Anfang August ist obligatorisch.

Seminar: Bibliotheksarchitektur

Maxi Schreiber, M.A.

Donnerstag, 10:00-11:30 Uhr

Raum: Seminarraum KuGe

CP: 3






Die Bibliothek ist trotz des vielfach beschworenen Endes der Printmedien und des Buches gegenwärtig eine bedeutende Bauaufgabe. Neubauten großer öffentlicher Zentralbibliotheken und Forschungsbibliotheken entstehen derzeit in Europa und Amerika. Deshalb lohnt ein Blick in die Architekturgeschichte der Bibliothek, um sich darüber klar zu werden auf welche Ursprünge die Bibliothek zurückgeht, wie sie sich im Laufe der Zeit gewandelt hat und welche Bedeutung und gesellschaftliche Funktion sie erfüllt. Eine Errungenschaft stellt dabei die allen zugängliche öffentliche Bibliothek dar. Ein Schwerpunkt des Seminars liegt deshalb auf der Geschichte dieser Institution und ihrer Architektur. Daneben werden die Funktionen wie z.B. Sammeln, Bewahren, Lesen und Arbeiten eine Rolle spielen. Als Beispiele dienen u.a.: Bodleian Library (1612), Bibliothèque Sainte-Geneviève (1850), Stadtbücherei Münster (1993), Seattle Public Library (2004). Im Rahmen des Seminars wird eine Exkursion nach Frankfurt stattfinden.